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fotografie ist die trauer über die vergängliche zeit
und das bedürfnis, einige augenblicke festzuhalten -
die materialisierung gewisser emotionen in gewissen momenten.
es gibt formale emotionen, hervorgerufen durch licht oder form,
sentimentale oder sensuelle, die durch menschen ausgelöst werden,
und rein intellektuelle. die fotografie kann sie vereinen und daraus neue schaffen ...
fotografie ist unlösbar mit der zeit verknüpft, die sie festhält:
mit der zeit, die zwischen den fingern, zwischen den augenblicken zerrinnt,
mit der zeit der dinge und menschen, des lichts und der gefühle.
die zeit wird nie mehr das sein, was sie war.
jeanloup sieff
für mich ist die fotografie ein spiegel des lebens,
und jedes foto, das des anschauens überhaupt wert sein soll,
muss eine spiegelung des lebens sein - der wirklichkeit, des menschen
und seiner tätigkeit, von der kunst bis zum krieg. ich habe kein verständnis für gestellte, posierende, gelogene bilder.
andreas feininger
photographieren ist nur insofern kunst, als sich seiner
die kunst des beobachtens bedient. beobachten ist ein elementar
dichterischer vorgang. auch die wirklichkeit muss geformt werden,
will man sie zum sprechen bringen.
friedrich dürrenmatt
entscheidend ist jedoch die tatsache, dass der künstler in einem gelungenen werk der fotografie, malerei oder skulptur die dargestellte
handlung so zu einem ganzen zusammenfügt, dass die zeitliche abfolge
in eine zeitlose pose umgewandelt wird. demzufolge vertritt das unbewegliche bild
keinen flüchtigen augenblick, sondern es steht außerhalb der zeitdimension.
es kann verschiedene phasen eines ereignisses in einer einzigen
darstellung vereinigen, ohne damit sinnwidrig zu handeln.
rudolf arnheim
wir wissen doch alle, dass wir im jahr vielleicht ein gutes foto zustande bringen.
thomas höpker
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